Mittwoch, 29. September 2010

Darwin...

Jetzt sind sie schon rum, die 3 Wochen in der nördlichsten Stadt Australiens. Es ist eine unglaublich schöne, spannende, geschichtsträchtige, interkulturelle und tropisch-heiß-trockene Stadt. Mit nur knapp 100 000 Einwohnern, ein großer Anteil sind Larakkia Indigenous-People, hat die Stadt im 2WK und durch den Zyklon Tracy schon viel Zerstörung & Wiederaufbau erlebt (sehr geniales Museum & Art Gallery). An traumhaften Stränden, leider mit Krokodilen & Shelly-fischen verseuchtem Wasser, konnte ich eine Techno-Party-Nacht feiern, auf verschiedenen Märkten Essen & Trinken, Kleidung & Musik aus aller Welt genießen und 2 Tage vor meiner Abreise noch ein OpenAir Konzert der hier beliebten Band „Powder Finger“ for free im Botanischen Garten erleben.

Begegnungen: es gab so viele Kleine und Große…. Sehr besonders war für mich die Zeit mit Wendy (wir haben das Zimmer geteilt – rosa + lila, sag ich nur).. mit Christian (ein Mann, der einen sehr spannenden Weg mit Gott hinter sich hat)… mit Jen & Andrea (zwei offene + interessierte Kanadierinnen auf der YWAM-Base).. und mit Albert & Debra (ein indisches Ehepaar, die mir als erste Menschen hier zugetraut haben, links zu fahren & in Englisch zu predigen).

Organisationen: Ich hab in der Zeit viel auf der YWAM-Outback-Base gearbeitet, und konnte 1 Woche lang mit einem Team („Mission Adventure“) in eine Indigenous-Community "Belyuen" gehen. Es ist so schön, den Menschen zu begegnen, ihnen zuzuhören & mit den Kids einfach super viel Spaß zu haben.

In diesen 22 Tagen hab ich wieder viele unterschiedliche Situationen & Gefühle erlebt..

Berührend: 1) von den Indigenous-Kids gesegnet zu werden und mit ihnen in der Nacht mit Leuchtstäbchen „This little Light of mine“ zu singen. 2) mit paar Indigenousfrauen zusammen zu Trancemusik am Strand (jaja, mit Sternen und Feuershow und Feuerwerk..) zu tanzen.

Beängstigend: 1) Krokodile nur wenige Zentimeter entfernt. 2) fette (giftige?) Spinnen im Schlafraum (Lukas 10,19!). 3) nur gelbliches Wasser im Outback zu trinken.

Herausfordernd: 1) totales Verloren & Hilflos-fühlen ohne die nötigen Augentropfen und mit zerbrochener Brille. 2) Zu lernen das „bald“ und in „30min“ definitiv bedeutet, dass es noch mindestens 1,5 Stunden dauert… und „lass uns mal was trinken gehen“ nur ein in den Raum geworfener Vorschlag ist, der noch nichts bedeutet. 3) das 1.Mal links zu fahren, und dann gleich mit Kindern in einem Bulli.

Belustigend: 1) bei Bauarbeiten hier, werden die „Achtung“ und „langsam“-Schilder tatsächlich von Menschen (!!) gehalten. Unglaublich. 2) Die Sonne direkt über sich zu haben und so keinen Schatten zu werfen – coole Erfahrung.

Der Blogeintrag entsteht jetzt grad im Bus.. auf einer 2000km-Tour von Darwin nach Townsville. Hab also genug Zeit zum reflektieren ;-) Und gut das es auch in der Wüste Bibliotheken gibt, wo man ins Internet kann.

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