Soeben bin ich beim Babysitten auf das Buch von Neil Cole getroffen. Eine Passage bewegt mich gerade besonders. Neil Cole erzählt darin von einer Diskussion mit Gott, als er und sein Team in einer neuen Stadt angekommen waren. Seine Frage an Gott lautete:
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"Warum hatte er uns von unserem Zuhause weggeführt? Ich fragte ihn, was er mir durch das alles sagen wollte, und er gab mir eine Antwort.
In dieser Nacht hörte ich die Stadt, und Gottes Stimme sprach zu meinem Herzen. Ich hörte, wie sich Ehemänner und Ehefrauen gegenseitig anschrien. Ich hörte Hunde bellen, Autos quietschen, Sirenen heulen und Pistolen schießen. Ich hörte die Dinge, die Jesus hört, wenn er der Stadt zuhört, und ich fing an zu weinen. In diesem Moment brach der Herr mir das Herz für diese Stadt und für diese Menschen, die in der Dunkelheit versklavt sind. Ich flehte Gott an, er möge die Gefangenen freilassen und [...] sein Reich, wie es im Himmel besteht, errichten."
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3 Kommentare:
Hi Kerstin, tut Dir das weh? Mir schon. Es ist Antrieb, Mission vorzutreiben. Gleichzeitig fühle ich mich angehalten, mehr zu machen ... und wann ist es eine Tretmühle? Wann gibst Du mehr, als Du geben kannst?
Und je mehr ich die Welt um mich herum anschaue, umso deprimierter bin ich, wie viel Dunkelheit es gibt! Daher will ich es nur zum Teil an mich heranlassen und dann meine Kraft aktiv einsetzen.
Ja, das tut weh. Und das ist gut, denn so kann ich warten, auf Gottes Sicht für die Menschen um mich herum und mich davon bewegen lassen. Dabei will ich gern tiefer erkennen/glauben/erleben, dass Gottes Licht IN mir (und dir, und jedem, der ihm nachfolgt) IST... das ich das gar nicht "verlieren" kann und auch nicht "produzieren" muss.
Die Freiheit habe ich leider in dem Bereich (noch) nicht. Tatenlos zuschauen kann ich nur schwer, auch wenn es manchmal besser ist. Dieses "Stillhalten" ist eine ganz schöne Übung. "Liebe deinen Nächsten".
Aber drückt sich Gottes Sicht nicht schon aus, wenn du dich (oder jeder Mensch) betroffen fühlst?
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