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Montag, 1. August 2011

urban life


It is actually my HOME - since 5 months now... urban life ist community, church, cafe, kidsplayarea, krav maga (isralischer selbstverteidigung- und nahkampfsport) und therapiezentrum. es war als wenn gott mich in meinem eigenen traum aufwachen und leben laesst! genau diese kombination BIN ich. und so habe ich es geliebt in all den unterschiedlichen bereichen zu sein, fragen zu stellen und zu wachsen.

community
.... ich wuerde sagen das sich weit ueber 150 leute zugehoerig fuehlen. es gibt aber keinerlei vertrag etc. "zugehoerigkeit" waechst hier unter den moms in den playgroups die jeden tag im cafe sind, im krav maga training was immer mo & mi abend stattfindet, in den lifegroups (minichurch, hauskreis) an wochentagen abends, im soupkitchen mittwoch abends wo hungrige menschen kostenlos lecker essen bekommen, durch inanspruchnahme von therapie oder dadurch das jemand teil der hilfsprojekte (hygieneprodukte fuer menschen die sich das nicht leisten koennen in melbournes oestlichen stadtvierteln, 2h-project in cambodia) ist.

church
.... sonntag 10:30 - ca 12:30uhr ist das cafe offen und es ist zeit gemeinsam gott anzubeten, in seinem wort zu lesen, in "38h" zu hoeren wie andere ihren glauben im alltag leben (egal ob single-mom, doktor, teenie in der schule oder opa), zu reflektieren und kaffee zu trinken. church wird aber auch sichtbar in gemeinsame aktionen wie: "australia clean-up day", "christmas-dinner 4 everybody" oder "exemplar" (3 wochenenden, 7 teilnehmer + 7 coaches - das ziel zu wachsen, in spiritualitaet, community & mission = kernwerte).




cafe
.... treffpunkt fuer sehr vieles... die kidsplayarea, sonntag-meetings, krav maga, chicks with sticks (einfach gesagt "strickende omis" ;-), die bueros, ex- und interne feiern am wochenende, usw. eine super geniale base! und ich durfte jede woche fuer 12h hier als cafemanagerin arbeiten, andere mitarbeiter anleiten, einkaufe machen & menschen miteinander vernetzen.





Urban safe.... krav maga ist der beste sport den ich bisher entdeckt habe. genial fuer gefaherliche situationen, das selbstbewusstsein, koerperliche bewegung, therapeutische verarbeitung, in kontakt :-) kommen mit anderen & FUN!






therapiezentrum.... dr judy wilkie arbeitet hier mit unterschiedlichen menschen, situationen, methoden und anderen organisationen zusammen.


jaaa. wer mich kennt weiss jetzt, warum es sich anfuehlt als wenn hier mein traum schon in realitaet existiert. und das ist immer noch crazy + unfassbar + wunderschoen zu erleben.

Thank u 4 letting me be a part of u 4 the last 5 months!! i will really REALLY miss u!!

Montag, 25. Juli 2011

perth

Perth – eine ruhige, isolierte und sehr sonnige stadt an der westküste australiens. Mit spannenden menschen & projekten.

Andrew & shaz – beide treffen sich mit ca 15 anderen jeden Sonntag Mittag zu hause um gemeinsam zu essen + beten + bibel lesen + diskutieren. Er geht nachmittags mit einem kleinen team von leuten in die gaybar und sie leben dort community. haben drinks + erzählen storys… beten, stellen fragen, respektieren sich. Und so kam es das ein junger mann, kein christ, nachdem er meine story gehört hat fragte ob er gott bitten um segen für meine eltern bitten darf – die ihre beziehung mit gott im ddr-regime gelebt haben.. und chaz? Sie geht mit einer freundin zusammen in bordelle und gibt den frauen da massagen + maniküre + pediküre 4 free. Und manche frauen fangen grad an ihr herz zu zeigen und ihre geschichte zu erzählen & fragen zu stellen.. beide leben zielgruppenorientierte (missionale) community.

Geoff & sally.. .sie haben vor 10 jahren angefangen nachbarn zu fragen wie ihr stadtteil aussehen sollte und was sie dafür tun könnten. ein kernpunkt ist die indigenous people als besitzer dieses landes zu ehren. Alles fing dann mit „ermutigungen“ für bestehende projekte + einrichtungen an… heute sind 150 leute in dem netzwerk und sie prägen einen stadtteil wo 1000 leute wohnen positiv. Wer mag kann zu „meet 13“ (Sonntag woche 1 + 3) zur diskussion von neuen actionssteps + beten kommen. Oder zu „meet 24“ (Sonntag woche 2 + 4) wo jeder etwas einbringt (frage, gebet, bibeltext, kunstwerk,..). beide leben geografisch orientierte (missionale) community.

Adam & anabella… jeden Montag essen zu gemeinsam mit nachbarn abendbrot. Reden, beten, ermutigen sich. Sie haben ein haus wo sie menschen aufnehmen, die nach gefängnis oder klinik wieder „draußen“ leben könnten, aber keinerlei (gute) beziehungen haben. Sie arbeiten mit den localen gemeinden zusammen indem sie kreative sachen nach deren gottesdienst machen – zb pizza im park für alle. Beide verknüpfen geografische + zielgruppenorientierte (missionale) community.

Jarrod & theresa mckenna… sie haben die community „peacetree“ gegründet - sie besitzt ein haus wo unterschiedliche menschen leben teilen + einen sehr großen (öffentlichen) garten. Ein schwerpunkt ist soziale + nonviolence aktionen zu machen und so die medien + politik aufzurütteln und gottes licht & leben sichtbar zu machen. Sie leben (missionale) community geografisch.

und jetzt darf ich noch 2 tage mit danelle & andrew hamilton verbringen und von ihnen lernen. ihre reise ging von einer church hin zu community-leben mit 5 familien, dann forge leiten und jetzt wieder involiert sein in eine "normale" church und dem traum diese zu bewegen & prägen. spannende "backyardmissionaries".

Mittwoch, 1. September 2010

"small boat big sea"

Wann ist der Zeitpunkt, wo man wertvolle Dinge so durchdrungen hat, dass man darüber bloggen kann?! Ich weiß es nicht... aber was ich in der kleinen Community "Small boat big sea" erlebt habe, ist mir zu wichtig, als das ich nicht schon jetzt mal was darüber schreibe. Aber bitte lest es als "erste Gedanken und Begegnungen" und "vorläufig"..

Zu allererst bin ich mit ihrer Gastfreundschaft & praktischen (Überlebens-)Hilfe in Berührung gekommen - ich durfte bei Ben & AnneMarie 1 Woche einziehen und mitleben, ohne das sie mich vorher kannten.. inzwischen bin ich in meiner zweiten Unterkunft, bei Jon, in einer tollen Wohnung in Manly (5min von Beach) mit eigenem Bad - und wieder darf ich einfach so mitleben, mitessen,.. Unglaublich! - ein sehr großer Segen und ganz praktisch fühlbare Liebe, Hilfe bei Fragen, authentisch sein, Leben teilen und Geschenke annehmen!

Dann hab ich schon zweimal mit Communityleuten gefeiert - einmal einen Geburtstagsbrunch & dann die Babyshowerparty von AnneMarie... so lustig, jeder macht da bei einem Spiel mit, wo er raten muss: Geburtstermin, AM/PM, Gewicht und Geschlecht. Ein bisschen "Babylotto" quasi ;-) Hauptgewinn: Schokolade.

Ja... das sagt schon ziemlich viel über das, was sie sind.... eine Gruppe von Menschen, die Leben zusammen erleben - beten, lachen, essen, diskutieren, sich helfen, ihr Umfeld wahrnehmen & verändern, Bibel lesen,... Wer mag, kann sich dazu auch Sonntag Abend 17:30Uhr, in dem Gebiet wo die meisten wohnen, in den "William Street Studios" (von außen wie eine kleine Kirche) treffen & erstmal mit anderen Essen. Nach einem "roster" gibt es an den 4 Sonntagen im Monat Schwerpunkte... was beständig ist, ist die "L"-Liturgie mit den Inhalten "Look-Listen-Lern-Live".


*** Ich war am 3. Sonngtag da... LOOK: ein kleiner Junge hat zum beten ermutigt - dazu waren auf jedem Tisch Zeitungen verteilt u pro Tisch konnte eine Person dann laut beten + eine Kerze anzünden. LISTEN: dazu konnt jeder zu einem Papierbaum gehen und in ein Blatt schreiben, wofür er im Moment sehr dankbar ist. LERN: Ben hat einen kurzen, knackigen Input über Jes 44, 1-22 und unsere "Idols" (anhand eines "Ipod/Iphone"- Bildes AdR: passt hier wirklich!!) gemacht. LIVE: den Samstag davor waren in Australien Wahlen, die sehr überraschend ausgegangen sind. Jeder konnte dann auf einer bereits frankierten Postkarte ein Gebet für die neue Regierung formulieren, die anschließend abgeschickt wurde. Zwischendurch und nachher war Zeit zum weiteressen, reden,...***


einige Dinge kurz & knapp: es gibt sie seit 10 Jahren. Ungefähr 30-40 Leute zählen sich dazu (viele Paare & Familien). Enstand aus einem kleinen Kernteam. Enge Verknüpfung zu Künstlern. Frauen leiten selbstverständlich (keinerlei Diskussion oder Unterschied). Unter der Woche gibt's kleine 2-5 Personen DNA-Gruppen (Discipleship - Jüngerschaft, Nurture - Entwicklung/Fördderung and Accountability - Verantwortlichkeit) am Beach oder im Pub, wo die 4 "L" vertieft werden. Einige haben Ausbildung zu StreetPastoren & beeinflussen so die Partyszene in diesem Stadtteil positiv. Sie leben "green" & "fairtrade" unglaublich konsequent. Politische + wirtschaftliche Aktivität wird gelebt (Wahl, Michainitiative).

Ihre Mission/ Vision kann ich selbst nicht besser wiedergeben (und genau das habe ich auch gefühlt!):

COMMUNING WITH GOD to create an expansive Christian spirituality that infuses daily life.

CREATING A COMMUNITY of safety, grace & healing that shares kingdom building adventures in Manly & beyond

COMMISSIONING PEOPLE to create a just, safe & beautiful world for everyone.

CATALYSING A MOVEMENT that provides a relevant & creative Christian spirituality for Australians


P.S. Ich freu mich schon auf die Doppel-Movie-Premiere am Freitag...

Montag, 24. Mai 2010

Hinter Gittern...

...waren vor 4 Tagen 10 Leute aus der Citychurch. Das Ganze geht noch auf Matze Weber zurück, der für uns die Türen geöffnet hat, indem er zu dem katholischen Gefängnisseelsorger gute Connections aufgebaut hat. So konnte die Band „More“ (unter diesem Namen haben sich schon die unterschiedlichsten Menschen ins Gefängnis begeben..) in großen & kleinen Abständen ein Konzert in der JVA Lengenfeld durchführen. Hinter dem Titel „Konzert“ verbirgt sich ein Mix aus Worshipliedern, Zeugnissen, kurzer Message & Gebetsanliegen aufschreiben.

Nach Techniktransport, "Einchecken", Aufbau, Soundcheck und Gebetssession wurde am Donnerstag Abend 18Uhr „Gof of this City“, “Heilig ist dein Name”, “Gott der zweiten Chance”, “Du sollst leben”, „Krieger des Lichtes“…. – Worte, Melodien, persönliche Lebensgeschichten und der Bibelvers aus Johannes 12, 44-46 für ca. 130 Frauen und Männer spürbar.


Die äußerliche Reaktion – das ganze Setting erinnerte eher an eine „Marktplatzathmosphäre“ mit viel Reden, Rufen, Rascheln,… - gab keinen Hinweis auf die innere Beteiligung der Gefangenen. Als wir dann als Gruppe aber 76 (!!!) Zettel mit Gebetsanliegen zurückbekommen haben, hat das uns als Gruppe, den Gefängnisseelsorger und die Wärter echt umgehauen!! Und komplett bewegt waren wir dann, als wir angefangen haben, die Gebetszettel zu lesen…. Weil das nicht in eigenen Worten wiederzugeben geht, hier eine kleine Auswahl an Zitaten. Wir als Citychurch haben inzwischen fast alle Gebetszettel verteilt, so dass für jedes Anliegen und jede der 76 Frauen & Männer in Haft gebetet wird!

  • „ Mein Gebet ist für alle Menschen, die im Gefängnis sitzen, weil sie einen Fehler gemacht haben und diesen bereuen. Und vor allem für die Menschen, die einen nicht dafür verurteilen, dass man diesen Fehler gemacht hat, sondern sich auch mal über die Hintergründe Gedanken machen und nach dem WARUM fragen“
  • „Ich bitte das mein Verlobter aus dem Koma zurück kommt. Das es meinen Kindern und Eltern gut geht. Das ich Drogenfrei leben kann. Das es meiner Besten Freundin in der anderen JVA gut geht. DANKE auch das ihr da wart.“
  • „Bin Atheistin aber würde ich für jmd. Beten dann für diese Menschen. Cool dass ihr da wart. Mom, Dad, N., D., M., T.,….“
  • „Ich bete für die Gesundheit meiner Mutter. Für meine Familie. Für meine drei Opfer, die Familie meines Opfers. Ich bete für meine Schwester und Nichte. Für meine Freunde und besonders für die Freunde im Gefängnis.“
  • „Danke für eure bewegende Musik und die Möglichkeit, mit euch Gemeinschaft gehabt zu haben. „Du sollst leben!“ hat mich arg berührt! Danke! ICH werde für Euch beten und Euch in meine Meditation einbeziehen. Ihr wart heut mein Licht“!
  • „Gib mir die Kraft diesen Knast durchzuhalten. Jeden Tag die Nerven zu behalten nicht das streiten anzufangen. Gib mir die Kraft und die innere Stärke an meine zweite Chance zu Glauben. Ich bete zu Gott, dass ich es jetzt schaffe auf meinem Weg zu bleiben. Ich bete zu Gott, dass ich meine inneren Frieden finde!“
  • „Ihr könnt mich am Arsch lecken! BAD RELIGION.“
  • „Betet für: meine Familie,…, Menschen in Not und Armut, alle die mit vertraut haben und die ich enttäuscht habe, alle die ich durch meine Straftat mit in Strafverfolgung gebracht habe, eine gerecht Welt.“
  • „Betet für meine Tochter, denn sie ist sehr krank! – Kinder die lieben, werden Erwachsene die lieben! Und für meine beste Freundin S., die sich innerlich sehr einsam fühlt. P.S. Tolle Musik habt ihr gemacht. Danke das ihr da wart. Ein kleines Licht in dunklen Zeiten. Liebe Grüße M.“
  • „Lieber Gott, du weißt alles über mich, aber ich weiß nicht viel über dich. Du kannst mich hören wenn ich schrei. Du hörst mir auch wenn ich weine. Bitte vergiss nicht um mein Elend hier im Gefängnis. Ich möchte dir preisen noch mehr und mehr. Bitte hilf mich. Ich möchte nur mehr klein Stück leben, Leben in Freiheit. Dein Kind….“
  • „Ich bete darum mein Glauben zur Gott wiederzugewinnen, dass ich in all den Jahren in Haft (8Jahre, 5 Monate) verloren habe. Ich bete den Glauben wieder zu haben, die ich mal früher hatte. Ich wünsche für eure Band alles gute, dass ihr erfolgreich seid und weiterhin so schöne Musik macht, auch für die verlorenen Leben. Vielen vielen Dank das ihr zu uns gekommen seid und so schön gespielt habt. Macht weiter so. Ihr habt den Tag verschönert. Abs.: ….“

Sonntag, 28. Februar 2010

Wochenende: kulturrelevant Gemeinde leben

"Es geht ja doch! - Missionaler Aufbruch in "ganz normalen" Gemeinden" - so lautet das Thema an dem Wochenende 12.-14.März 2010 in Erlangen. Alan Roxburgh wird mit allen die dabei sind um die Frage ringen, wie wir neue kulturelle Zugänge finden können und das Evangelium vom Mensch gewordenen und auferstanden Sohn Gottes ganzheitlich mit-teilen können! Sind wir als Gemeinden nicht längst abgehängt? Eine völlig unbedeutende Subkultur - mit eigener Sprache und Tradition? Stehen wir als Christen nicht genauso oft ratlos (und tatlos) vor den großen Fragen unserer Zeit?

Alan ist ein Mensch, der aus sich darüber viele Gedanken gemacht hat und mutig Experimentiert hat. Ein hoch-spannendes Wochenende!!

Donnerstag, 11. Februar 2010

Knotenpunkte & der wilde Messias

Die nächsten 3 Tage werden sehr spannend werden, denn in der Nähe von Mannheim findet in einer gemütlichen kleinen Ferienwohnung das 1. Novavox-Frauen-Austausch-Wochenende statt. Ziel ist NICHT, dass sich da in Zukunft nur Frauen verknüpfen.. aber wir legen erstmal in dem Rahmen los.

Entstanden ist der Gedanke bei Andrea Lingott, da während der Novavox-Konferenz 2009 immer wieder die Bitte nach mehr Austausch über das konkrete missionale/emergente Leben laut wurde. Und darauf freue ich mich.. ein Wochenende wo Fragen, Diskussionen, gegenseitige Inspiration und vor allem gegenseitige Ermutigung für den Alltag Raum hat... so das wir einem wilden Messias mehr und mehr nachfolgen können!

Wir werden uns darüber austauschen, was uns inspiriert hat, missional/emergent unterwegs zu sein (Menschen? Bücher? Situationen?..), was "missional/emergent" für uns genau bedeutet, welche 2-3 Fragen bei jedem von uns am meisten brennen und dann werden uns noch Auszüge aus "Go wild" beschäftigen.. bzw. Kaffee, Pokern (jeaah!), lachen, träumen,...

Das Wochenende steht unter dem Namen „Knotenpunkt“ - erst durch Knoten kann ein Netz wirklich ein Netz sein und seinen Sinn erfüllen. Und wir sind eine bunte Mischung - sowohl vom Alter, als auch der Konfession, der Lebenssituation und den bisher gemachten Schritten. Über uns wollen wir gern sagen: Erst durch Austausch und gegenseitige Ermutigung, Inspiration & Gebet, können wir uns den großen Herausforderungen der Jesus-Nachfolge stellen - Gott hat uns ja füreinander und für ein offenes Miteinander geschaffen.


Wer noch nicht genug Inspiration zu einem "wilden Messias" hat, dem empfehle ich das Buch oder unsere aktuelle Predigtreihe der CityChurch Würzburg

In dem Sinn: Go wild! :-)

Sonntag, 27. September 2009

beziehungsweiseLEBEN

Diese Woche ist es erschienen - "Beziehungsweise Leben - Inspirationen zum Leben und Handeln im Einklang mit Gott und Menschen". Daniel Ehnis und Björn Wagner haben darin von unterschiedlichen Autorinnen und Autoren Artikel zusammengetragen und diese unter den Schwerpunkten Beten, Handeln und Organisieren zusammengestellt. Mehr Infos hier.

Ich selbst habe einen Artikel mit dem Thema: "Clusterentwicklungen in der Citychurch - Erste Prozesse auf einem langen Weg" geschrieben. Einen kurzen Ausschnitt und damit Vorgeschmack möchte ich euch hier geben. Und wen es mehr interssiert - bestellt das Buch (das geht direkt bei mir oder eben bei Amazon bzw. im "Buchladen eures Vertrauens"..) und vertieft euch in spannende Beziehungsgedanken!




Toblerone-Kirche

Eigentlich begannen wir im Leitungsteam erst jetzt, uns intensiv mit der Frage auseinanderzusetzen, was Cluster eigentlich sind und was es bedeuten würde, eine Netzwerkkirche zu leben. Inspiriert vom Transforum „Gemeinsam für Berlin“ und dem Think Tank in Münster mit Alan Hirsch, lasen wir das Buch „Clusters – Creative mid-sized missional Communities“ von Bob Hopkins und Mike Breen. Darin beschreiben die zwei Autoren der St. Thomas Church in Sheffield, wie sie mittelgroße Gruppen als missionale Gemeinschaften entdeckt haben, durch die Jesu Leben in verschiedenen Formen, Kontexten und Gemeindegrößen in unserer pluralistischen Gesellschaft sichtbar und lebbar werden kann. Cluster sind für sie eine Gruppe aus 25 bis 55 Leuten. Jeder Cluster hat dabei vier Dimensionen:

die vier Dimensionen up/in/out/of

Up – das Wachsen in der Beziehung zu Gott (nach oben) und Teilen von ganzheitlicher Spiritualität;

In – sie gestalten Gemeinschaft einzelner Menschen (untereinander) als Ort der Zugehörigkeit und Partizipation, an Orten, Tagen und Zeiten, die für sie passen;

Out – ihr Schwerpunkt ist die missionale Ausrichtung (nach außen): Identität und ihren Auftrag haben sie durch eine einende VISION für einen geografischen Bereich oder eine soziale Gruppe, wobei sie sich auf die Lebensform und den Kontext der Gruppe einstellen;

Of – Cluster sind als Netzwerke untereinander verbunden zum Beispiel durch gemeinsame Projekte, Vernetzung der Leiter oder Vernetzung mit anderen Kirchen.

Kurz gesagt, entsteht aus der IN-UP-OUT-Triangel durch die verbindende Ebene OF die „Toblerone-Kirche“.

Cluster können dabei entweder aus mehreren Cells (Kleingruppen) entstehen, oder die Cells bilden sich erst im Nachhinein, oder es gibt gar keine Kleingruppenstruktur. So definieren sich Cluster gerade nicht durch ihre mittlere Größe, sondern über ihre VISION. Doch die begrenzte Menge der Leute ermöglicht es, klein genug zu sein, um eine zielgerichtete Vision zu teilen und groß genug, um diese umzusetzen. Diesen Gedanken haben wir als Leitungskreis bei Hopkins und Breen zum ersten Mal so deutlich gelesen. Dadurch verstanden wir viele Fragen und die Unzufriedenheit mit unseren bisherigen Cluster-Experimenten besser. Der Zusammenhalt in diesen Netzwerken kann erstens durch eine gemeinsame Vision, zweitens mittels gemeinsamer Werte und drittens durch eine gemeinsame Sprache (zum Beispiel ein kreativer Name) gefördert werden. Die „Celebration“ (Großkirche) hat in diesem Netzwerk die Aufgabe, die Cluster mit zentralen Ressourcen zu unterstützen – neben einer klaren Vision und Werten der Gesamtgemeinde gilt es vorwiegend, Leiterbeziehungen zu fördern, gemeinsame Events zu haben (Taufe, Abendmahl, Hochzeit) und eine zentrale Struktur für Ressourcen bereitzustellen (zum Beispiel für die Bereiche Training, Kinderarbeit, Jugendarbeit, Finanzen, Kommunikation …).
Es wurde uns an diesem Wegabschnitt noch einmal sehr deutlich, dass eine „Cluster“-Kirche viel mehr ist als nur das Einfügen einer neuen Beziehungsebene. Kirche auf diese Art zu verstehen und zu leben, würde eine Gemeinde wie unsere sehr stark verändern. Mit ungefähr 450 Gottesdienstbesuchern („Celebration“), etwa 250 bis 300 miniChurch-Besuchern („Cell“) und momentan 150 festen Mitgliedern wird es viele Jahre brauchen, bis aus einer zentralen Struktur eine dezentrale Struktur geworden ist. Und trotzdem arbeiten wir genau darauf hin. Wir hoffen, dass immer mehr Leute ihr Herz und ihre Vision erkennen und anfangen, sich in mittelgroßen Gruppen zusammenzufinden und missional aktiv zu werden. In dieser Bewegung würde Kirche groß werden und klein bleiben. Sie würde nicht durch Addition, sondern durch Multiplikation wachsen und Stadt und Gesellschaft durchdringen. Leitung würde nicht mehr über die Kontrolle einer Hierarchie funktionieren, sondern wir würden prophetisch und apostolisch begabte Leute freisetzen, mit ihrer Vision Gemeinschaft zu formen und Cluster zu lenken. Autorität kann dann durch Förderung von weiteren Leitern und Teams ausgeübt werden, die wiederum Eigeninitiative und Verantwortung übernehmen. Die Angst, dass in solch einer dezentralen Struktur die Dinge außer Kontrolle geraten, ist nicht unbegründet, aber wir glauben, dass dieses Risiko minimiert werden kann. Anstatt auf Kontrolle, wird in einer Netzwerkkirche auf hohe Verantwortlichkeit der Leiter untereinander gesetzt. Folgende Elemente können diese Verantwortlichkeit fördern:

01. eine Grundatmosphäre der Unterstützung und Ermutigung, in der auf Gemeindeebene Zweierschaften/ Dreierschaften gestärkt werden und auf Leiterebene eine Mentoringstruktur entsteht

02. ein Fundament aus gemeinsamen Werten – zum Beispiel werden in Sheffield in allen Gruppen die „Life-Shapes“ gelehrt, dabei symbolisieren acht geometrische Figuren acht Jüngerschaftsprinzipien.

03. Beziehungen, Vertrauen und Freundschaften wachsen durch Offenheit, Hilfsbereitschaft und regelmäßige Treffen.

Samstag, 13. Juni 2009

Zitat des Abends:

"Leute, wenn Jesus die Juden damals herausforderte, zu den Heiden zu gehen, dann ist das in etwa so, als wenn ein Veganer Schweinefleisch essen soll. Und zwar einen ganzen Haufen!!!"

(Auszug aus dem Abend "Missionales Leben" mit Klaus Schönberg..)

Montag, 18. Mai 2009

beziehungsweise LEBEN

Bald ist es soweit! Dann erscheint das sehr gute, spannende, inspirierende, aktuelle und herausfordernde Buch:
"Beziehungsweise Leben. Inspirationen zum Leben und Handeln im Einklang mit Gott und Menschen."

Daniel Ehniss & Björn Wagner sind die Herausgeber. Gemeinsam mit 15 Autorinnen und Autoren haben sie sich über inspirierende Spiritualität, Gemeinschaft im Alltag und praktisch gelebte Gerechtigkeit Gedanken gemacht und praktische Umsetzungen beschrieben.
Wer die nächsten Schritte mitverfolgen will, kann das auf Daniels Blog oder bei Facebook (vorbei schauen oder Fan werden).


*
beziehungsweise beten
beziehungsweise handeln
beziehungsweise organisieren
*

Freitag, 3. April 2009

Kapazitäten für Inspiration?

... genau das hatte ich die letzten Wochen nicht, da jede freie Minute und jedes newton Kraft in meine Diplomarbeit geflossen ist. Seit heute ist alles anders - naja, fast.. ;-)

Auf jeden Fall möchte ich hiermit eine sehr geniale Konferenz verlinken, die erst vor wenigen Tagen in der Schweiz stattgefunden hat. Organisiert von der IGW, mit dem Hauptredner Michael Frost, haben sich viele Leute zu dem Thema "Die Zukunft gestalten - Innovation und Evangelisation in der Kirche des 21. Jahrhunderts" ausgetauscht. Akutell ist Michael Frost gerade in Essen und wird vermutlich über ähnliche Inhalte sprechen... Und als kleiner Trost für alle, die nicht da sein konnten, hat die IGW die Folien, die Podiumsdiskussion und Referat 1-5 ins Netz gestellt. Echt toll!

Ich bin sehr gespannt, wie diese Tage die Gemeinden und Projekte in Deutschland/ Österreich/ Schweiz, nachhaltig beeinflussen und bewegen werden..

Dienstag, 10. März 2009

Passt deine Vision auf eine Serviette?

In dem Buch von Neil Cole (Teil 1) bin ich auf eine zweite interessante Frage gestoßen: Er behauptet: eine bedeutende Wahrheit, die es wirklich wert ist, weitergegeben zu werden, solle bei einem Mittagessen auf einer Serviette dokumentiert werden können. (Quasi: "Servietten-Theologie"). Ungewöhnlich, aber da ist etwas dran - denn wie sollen sich komplizierte und unübersichtliche Gedanken reproduzieren?

Ich hab mich gefragt, ob mein Traum von Gemeinde, auf eine kleine, 12 x 12 cm große, Serviette passt?!

Das Ergebnis sieht so aus:

Dienstag, 24. Februar 2009

organische Gemeinde

Soeben bin ich beim Babysitten auf das Buch von Neil Cole getroffen. Eine Passage bewegt mich gerade besonders. Neil Cole erzählt darin von einer Diskussion mit Gott, als er und sein Team in einer neuen Stadt angekommen waren. Seine Frage an Gott lautete:
*
"Warum hatte er uns von unserem Zuhause weggeführt? Ich fragte ihn, was er mir durch das alles sagen wollte, und er gab mir eine Antwort.
In dieser Nacht hörte ich die Stadt, und Gottes Stimme sprach zu meinem Herzen. Ich hörte, wie sich Ehemänner und Ehefrauen gegenseitig anschrien. Ich hörte Hunde bellen, Autos quietschen, Sirenen heulen und Pistolen schießen. Ich hörte die Dinge, die Jesus hört, wenn er der Stadt zuhört, und ich fing an zu weinen. In diesem Moment brach der Herr mir das Herz für diese Stadt und für diese Menschen, die in der Dunkelheit versklavt sind. Ich flehte Gott an, er möge die Gefangenen freilassen und [...] sein Reich, wie es im Himmel besteht, errichten."
*

Samstag, 31. Januar 2009

Gebrochene Flügel brauchen Zeit, um zu heilen.

Die letzten zwei Tage referierte Inge Tempelmann im Rahmen einer Traumatherapieweiterbildung zu dem Thema "Geistlicher (religiöser) Missbrauch".
Dabei durchstreifen wir Kirchengeschichtliche Missbrauchssituationen, Grenzen und Grenzverletzungen, Definitionen (Betroffen kann jeder sein - Menschen in Leitungsfunktion oder Mitglieder), Abgrenzungen, die Motivationen (auch die Haltung von Jesus, Unterdrückungen aufzudecken), die Frage des "Warum" und sehr ausführlich die Prozesse der Bewusstseinskontrolle/ Gedankenumbildung (von Robert J. Lifton). Er hat 8 Kriterien, zur Beeinflussung Dritter ohne deren Willen, herausgearbeitet - die sich auch in religiösen Systemen identifizieren lassen.
1. Milieukontrolle
2. Mystizistische Manipulation
3. Manipulation der Sprache
4. Heilige Wissenschaft
5. Foderung von Reinheit
6. Beichtkult
7. Die personbeherrschende Doktrin
8. Zu- und Aberkennung der Existenzberechtigung

Ein zweiter große Block nahm die Frage der religiösen Sucht ein - im Zusammenhang mit Ermahnung/ Korrektur, Scham und rituellem Missbrauch. Im letzten Teil beschäftigten uns die Folgen der Verwundungen, Symptome solch einer Traumatisierung. Schritte der Heilung (v.a. die Gefühle 'Trauer' und 'Wut') und Anregungen für Gemeinden im Umgang mit Betroffenen.

Eine der für mich brennensten Fragen ist: Wie sehen die Gefahren (die missbräuchlichen Dynamiken) in Postmodernen Gemeindestrukturen aus???

Hier mal ein paar spontane Fragen:
> Wenn "Macht" nicht mehr durch Hierarchie bestimmt wird (da Strukturen dezentraler sind), wird dann der Charakter mehr Einfluss auf 'Macht' haben?
> Besteht anstelle der 'Bewusstseinskontrolle' vielleicht viel mehr die Gefahr einer 'Gefühlsbeeinflussung' - sei es durch Geschichten, Bilder oder Musik?
> Kann das starke Festhalten einer lohnenswerten Vision ('missionales Leben') ein missbrächliches Setting begünstigen, da Leiter oder ganze Netzwerke, sich schon so lange da hinein investieren (und 'loslassen' damit erschwert wird)?
> ???

Was denkst du dazu??

**
Ein Zitat von Dr. Paul Martin (Leiter eines Therapiezentrums für Sektenaussteiger):
"Wer steht in der Gefahr, in solche Systeme hineinzugeraten? Grundsätzlich jeder, und besonders die, die von sich behaupten, dass es ihnen niemals passieren könnte."

Donnerstag, 15. Januar 2009

Höchste Zeit, umzudenken! - Teil 2- 8

Heute wurde ich von einer Freundin darauf aufmerksam gemacht, das Dosi bereits das komplette Buch in Kurzfassung auf seinem Blog hat.
Deswegen sei hier nur kurz sein Link vermerkt, wer sich für die Auflösung der Fragen meines letzten Post oder/und neue Fragen interessiert, kann da nachlesen:

http://www.p-shuttle.de/dosi/?page_id=612

Viel Spaß dabei. :-)

Mittwoch, 7. Januar 2009

Höchste Zeit, umzudenken! - Teil 1


Quelle (Alan Hirsch, Australien)

Was könnte so eine Mission/ Vision sein, bei der die Energie einer Gemeinschaft direkt nach außen + nach vorn, geht?

Das Buch: "Höchste Zeit umzudenken" (Brian McLaren) liefert dazu viele Anregungen..

Teil 1 jetzt:

> Brian beschreibt 3 ineinander greifende Systeme der Gesellschaft - das Wohlstandssystem, das Sicherheitssystem und das Gerechtigkeitssystem (diese beeinflussen sich komplex und können als "Gesellschaftsmaschine" veranschaulicht werden)
> Diese Maschine ist dabei Teil des viel größeren Ökosystems (Quelle: Materie + Energie; Abfallprodukte: Wärme/ Strahlung + Abfall/ Abwasser)

Wer oder was kontrolliert diese Gesellschaftsmaschine??
--> die Rahmengeschichte. ein Rahmen, in dem wir leben + wünschen + träumen.

Was bedeuten dann, so betrachtet, die aktuell steigende Zahl an globalen Krisen?
--> unsere Rahmengeschichte versagt.

Welche Rahmengeschichte hat Jesus angeboten? Hatte er damals eine Alternative, um eine "Abwärtskurve der Selbstzerstörung in eine aufstrebende Spirale der Transformation und Hoffnung" zu wandeln?

Und entsteht dadurch eine Mission/ Vision, wie 'ich für die Gemeinschaft, und die Gemeinschaft für die Welt' leben kann?

Freitag, 19. Dezember 2008

Dich schickt der Himmel

"Als armes Kind mitten hinein in eine Zeit
in der Könige mit Purpur und Palästen prahlen,
schickt dich der Himmel zu verkünden:
"Das Reich Gottes ist da!"

Als hilfloses Kind mitten hinein in eine Zeit,
in der Aussätzige und Sklaven von der Gesellschaft verstoßen,
schickt dich der Himmel zu verkünden:
"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!"

Mitten hinein ins Heute, in eine Zeit,
in der man in einer erste, zweite, dritte Welt unterteilt,
in der man mit Kriegen Geld verdient,
schickt dich der Himmel zu verkünden:
"Der Friede sei mit euch!"

Mitten hinein ins Heute, in eine Zeit,
in der Rücksicht und Anteilnahme einen schweren Stand haben,
in der alte, behinderte und kranke Menschen zur Bedrohung des Sozialsystems werden,
schickt dich der Himmel zu verkündigen:
"Einer trage des anderen Last!"

Dich schickt der Himmel...
damals wie heute - mitten hinein in eine schwierige Zeit."

(aus Wernauer Adventskalender "StörenFriede")

Was kann soll darf muss will ich machen, am Heilig Abend? Familie, Geschenke, Kirche, Tradition...? Zur Ruhe kommen, Erholung, Dankbarkeit für eine heile Familie?
Aber hatte es Jesus "kuschelig" bei seiner Geburt? Was ist mit den vielen Menschen um mich herum, die einsam... traurig... ausgeschlossen... sind?

Wo würde (werde?) ich Jesus "Heilig" Abend finden?

*

Praktisch... was wäre, wenn sich 2 oder 3 Freunde zusammen tuen, Weihnachten gemeinsam kochen und dazu Leute aus der Strasse/ Stadt einladen? Was wäre, wenn Familien ihre Häuser aufmachen, und die einsame Oma von nebenan oder den Witwer mit Spielschulden einladen? Oder wie wäre es, den Heilig Abend im Altersheim zu verbringen - Geschichten von Weihnachten 1945 zu hören, gemeinsam zu lachen und zu weinen? Tja, oder Weihnachten in der Disco, auf dem Strich, im Obdachlosenheim, im Frauenschutzhaus,.... ???

Sonntag, 30. November 2008

nach 40 intensiven Stunden in Erlangen..

wieder in Kitzingen. Mein Kopf ist heiß, mein Herz voll und die Augen müde... darum hier mal paar schnelle, erste Impulse oder Situationen der letzten Tage:
>> Freunde treffen und Bekannte, die ich teilweise schon seit mehreren Jahren nicht mehr gesehen hab. Sooooo wertvoll!!! Ich liebe es, Zeit für Beziehungen zu haben...

>> Anregende Gedanken von Stini aus unserer Initiative Frauen@Emergent, oder jetzt "Gleichberechtigungsinitiative" (ok, wer jetzt aufschreckt, dann informiert euch weiter.. *g*) und sehr klare und herausfordernde Gedanken von Johannes Reimer ( TRIpolare Sicht der Welt; Jesus sagt von sich "er ist der Weg. Ein Weg ist da, um zu gehen, nicht zu stehen")

>> Workshops... bei "Glaube & Kritik", "Postcharismatik" und "Gleichberechtigung" hab ich nähere Einblicke bekommen. Mein Workshop zu "Prozesse von einer Kirche zu einer missionalen Gemeindschaft mit Clustern" war echt toll... viele neugierige Leute, geniale Fragen, Verwirrung & Unsicherheit, eigene Beispiele, gegenseitiger Respekt & Wertschätzung, hilfreiches kritisches Feedback.. - hat total viel Spaß gemacht!

>> Lifebloggen. Echt spitze!

>> hören, was in den Initiativen (z.B. Kommunitäten, Emergent_Nord, Frauen@Emergent, Publikationen, ..) im letzten Jahr passiert ist.. neue spannende Initiativen (z.B. Kunst/ Kreativität; Leben mit Behinderung, Emergente_Familien, ..) starten.

>> DANKE an alle Organisatoren, Koordinatoren, Gastgeber, Beter, Workshopleiter und Teilnehmer!!!!!!!!

>>>>> ich bin echt platt. begeistert. ermutigt. hinterfragt. neu befreundschaftet *g*. und gespannt auf 2009 :-)

Freitag, 28. November 2008

in 8 Stunden, beginnen 3

interessante, bewegende, inspirierende Tage in Erlangen. Wer spontan noch nichts vorhat, tolle Leute treffen mag, mega-leckeren Kaffee trinken, Diskussion, Input und frisch gemixte mugge von Daniel - genial. Achso, es geht natürlich um das Emergent-Forum ;-)

*freu*

Montag, 10. November 2008

Novavox -Konferenz: missionale Gemeinde leben

Donnerstag bis Samstag war ich mit 14 anderen Leuten aus der CityChurch Würzburg in Wuppertal. Es war genial, neue Leiter und Menschen die Bewegung leben, kennenzulernen - zu hören, was in Münster, Karlsruhe, Heidelberg, Hannover, Taunusstein, Wuppertal, Essen & Amsterdam passiert...
Floyd McClung erzählte aus seinem aktuellen Buch "Knochen, Kamele und große Leidenschaften" und was seine momentanen Fragen und Erlebnisse in Südafrika mit "All Nations" (ein Netzwerk von einfachen Gemeinden & Training) so sind.. hier mal 8 herausfordernde Messages während der 3 Tage:

> "Jesus lebte 18 Jahre als Zimmermann. Im Alltag. Ein heiliges Leben."

> missionaler Lebensstil bedeutet: Was bewegt die Menschen um mich herum in ihrem Leben, auf ihrer Reise? Was für Schmerzen, Sehnsüchte und Wünsche? --> "Haben wir im Alltag doppelt so viele Ohren wie Münder???" - "Gott, lass mich sehen, was du siehst."

> Gottes Auftrag : 1.Mose 1,28 "füllt die Erde" und die Zerstörung: 1.Mose 11,4 "nicht zerstreuen"

> Menschen anlernen, sich selbst zu ernähren --> nicht ich oder der Pastor oder etc. füttert, sondern Gott!

> oft die Situation: "Suchende, die nicht glauben. Und Glaubende, die nicht suchen." Und nun?

> "Alles was Gott tut geschieht durch Beziehung." Wie erlebst du das?

> "Wie steht es um die Qualität des Jünger-seins in meinem Leben, und in meiner Gemeinde?" - Habe ich überhaupt die Sehnsucht danach?

> "Bin ich mehr von Sünde, Zerbrochenheit,.. beeindruckt, als von Gottes Herrlichkeit & Kraft?"

... krasse, herausfordernde, anstrengende, ermutigende, schmerzhafte, "einfache".. Gedanken?! Bewegt dich etwas davon? Was meinst du dazu? Ist dir das alles bekannt und es fällt dir leicht, das zu (er)leben? Was sind deine Frage? Und Antworten?

Mittwoch, 2. Juli 2008

Floyd McClung - 1.Novavox-Konferenz 6.-8.11.2008

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Novavox - eine Plattform um "missionalen Gedanken und Praktiken in Deutschland eine Stimme zu geben" (http://www.novavox.org/). Initiatoren sind André Peter, David Schäfer (bekannt durch das Buch: "Die jungen Wilden") und Stefan Lingott (Mitgründer der "epic-Church" in Münster). Weitere Schlagworte sind: "überkonfessionell", "offenes und dezentrales Netzwerk", "Förderer", "Praxisansätze vielen zugänglich machen" und "neue Ideen und Ansätze suchen".

Zur ersten Konferenz, in Wuppertal, mit dem Thema: "Ein missionales Leben - wie Evangelisation, Diakonie und eine enge Gottesbeziehung in einem ganzheitlichen Lebensstil zusammenfinden können", ist unter anderem Floyd McClung mit dabei.

Der Mann hat eine sehr spannende Biografie (http://www.floydandsally.org/): knapp 40 Jahre ist er jetzt mit seiner Frau verheiratet, 20 Jahre verbrachten sie in der Hippie-Bewegung in Afghanistan (Kabul), im Rotlichtmilieu in Holland (Amsterdam) und danach als prägender (Mit-)Leiter bei JMEM. Jetzt baut er seit 2006 als internationaler Leiter von "All Nations" in Südafrika ein "Church Planting Experience"- Training auf (http://www.allnations.us/). Er ist ein Mann, der sich von Gott führen lässt, neue Wege sucht, Gemeinde zu leben und der durch seine eigenen Erfahrungen überzeugt.

Im deutschsprachigen Raum ist im April 2008 sein Buch "Von Knochen, Kamelen und einer großen Leidenschaft" (sehr unangemessene Übersetzung des aussagekräftigen Titels: "You See Bones, I See An Army") erschienen.
Einige wertvolle Aspekte daraus werde ich hier in der nächsten Zeit schreiben...