Montag, 3. März 2008

Bruder Benno

Zwei Gedanken, die mich von diesem fröhlichen 41-jährigen Franziskanermönch noch beschäftigen:

1. Glaube muss uns nicht nur vom "Kopf ins Herz" rutschen, sondern "noch weiter in den Beckenbereich" :-)

2. "..er [Gott] lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute.." Mat 5,45 --> meine Aufgabe ist es zu LIEBEN. Nicht zu urteilen. Aber wie sieht das praktisch aus? Darf ich dann überhaupt noch etwas "sagen"? Was bedeutet das für Menschen in Leitungsposition?

Bin gespannt, ob es dazu Ideen.. Gedanken.. Fragen von euch gibt...

9 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

ich finde, lieben heißt ehrlich sein, also muss man etwas sagen. die frage für mich ist da eher, wie sage ich es. die persönliche interpretation des empfängers spielt dabei (leider) eine nicht geringe rolle.

Rüdiger Halder, seines Zeichen konservativer, emergenter Pfingstler. hat gesagt…

Hi sister,

du gehst ja mächtig ab! ,Aufbruch' auch der Frauen in der EmCh. Freue mich sehr, daß du den Mut gefaßt hast, jetzt kann ich meinen Blog ja wieder löschen. Gibt eh schon zuviel Männer (nein, mach ich nicht, mich vertragen die schon noch, gell). Gruß crash

Anonym hat gesagt…

Schließe mich inhaltlich k. und mit den Willkommensgrüßen dem Herrn Crash an.

Liebe ohne "Korrektur" wäre so nett, wie wenn ich mein Gegenüber nicht darauf hinweise, dass er eine Nudel an der Nase hängen hat. Neben der Form der Kritik finde ich auch die Motivation wichtig: Recht haben oder helfen/unterstützen/fördern?

Kerstin hat gesagt…

@k.: Heißt lieben zuerst etwas sagen? oder erstmal etwas zu tun? und "redet" dann manchmal schon das tun?
Ich bin geprägt, zuerst etwas zu sagen, frage mich aber gerade, wie das wohl in der Bibel war. Die Biografien sind ja so zusammengeschoben, wie oft haben z.B. ein Paulus oder Petrus in ihrem Leben etwas gesagt und wie oft haben sie durch ihr Leben geredet ("sie blieben aber dort eine nicht geringe Zeit", "blieb er bei ihnen und arbeitete mit ihnen", blieb noch eine zeitlang dort", usw.)?

bin gespannt was du dazu denkst...

Kerstin hat gesagt…

@crash & wessnet: danke! :-)

Judith hat gesagt…

Kerstin, das ist ja steil - lieben in Leitungsposition heißt aber auch mit Barmherzigkeit die Wahrheit sagen und im anderen ein Stückchen Gottes Herrlichkeit zu sehen. Doch was mache ich, wenn mich ein Mitarbeiter hintergeht, wei weit reicht da meine Liebe???

Kerstin hat gesagt…

@judith. *leicht verwirrt* - worauf bezieht sich das "steil"?!
tja.. meine liebe reicht da leider nicht sehr weit...

Anonym hat gesagt…

ich denke, es gibt worte der liebe (dazu zähle ich zum beispiel korrektur) und taten der liebe - und das eine kann das andere nicht ersetzen. man muss sehen, was gerade dran ist. was ich bei jesus im den evangelien bewundere, ist wie er worte und taten in sinniger und oft wohltuender weise verquickt. selten redete er nur (aber auch das gab's) und noch seltener handelte er nur (doch auch dies kam vor). jedenfalls hat er andere auch radikal kritisiert (tempelreinigung oder verschiedene gespräche mit manchen leuten) und das war bestimmt nicht lieblos - weil jesus :), aber trotzdem krass und auch erstaunlich, dass er sich gestattete, mal so richtig sauer zu sein.

Kerstin hat gesagt…

@k.: das stimmt, mit den worten der liebe und taten der liebe.
hm.. hab grad nochmal die evangelien überflogen und recht oft gelesen, dass jesus erstmal mit "zöllnern und sündern" (Levi, Zachäus) aß, sich von ihnen "anrühren" ließ ("Sünderin") und über einen samariter, als menschen der ewiges leben hat, erzählt.
ich glaube defintiv, dass jesus mit absoluter klarheit + liebe gesprochen hat und oft taten + worte zusammenhingen. doch oft mit menschen, die von sich selbst dachten, dass sie toll + besser sind.
oder?