Ein kreatives Cover mit absolut umwerfendem Inhalt! Noch nie zuvor hab ich die "großen Linien" von Gottes Weg, die Zusammenhänge der Ereignisse im Alten Testament und wichtige Symbole so tief verstanden.Rob Bell schafft es in einmaliger Weise, Gottes Reise mit Israel (und auch mit uns) zu beschreiben. Die Vorgeschichte: wir sind östlich von Eden. Und das Blut und alle Ungerechtigkeit schreit zu Gott.
Und dann geht die Reise los... von Ägypten (als Sklaven müssen Lehmsteine produziert werden - mit denen hatten sie doch vorher den Turm zu Babel gebaut?!)... nach Sinai (seid Priester! - Gott spricht zu ALLEN Menschen - das erste Mal seit Eden)... nach Jerusalem ( Salomon nutzte seine Macht, um den Tempel mit Sklaven zu bauen. Mit Sklaven. Und von Ägypten Militärausrüstung zu kaufen. Von Ägypten. - darüber hab ich noch nie nachgedacht!) ... und von dort geht es nach Babylon (Prophetenwarnungen waren nutzlos.. die Geschichte vergessen. Und so wurden sie wieder zu Sklaven.).
Es braucht also eine andere Form von "Exodus". Größer. Weiter. Umfassender. Ewig. Von einem anderen Sohn Davids..
Neben dieser großen Linie vertieft Rob Bell auf beeindruckende Weise die Bedeutungen von unzähligen Worten, z.B.: "Lehmsteine", "Hochzeit", "Wein", "Priester", "Schreie der Unterdrückten", "Tempel", "Lamm",...
Und zieht dann die Verbindungen zu zwischen den Prophezeiungen über "David's anderen Sohn" und Jesus Leben und Worte... bis hin zur realen Ausbreitung bis and die Enden der Welt (der Eunuche von Äthiopien und das zu Pfingsten Menschen aller Welt in Jerusalem versammelt waren, sind da nur 2 Bsp.). Und auch die Verbindung zum historischen Kontext des Buches Offenbarung fehlt nicht.
Er schließt sein Buch mit einem Manifesto, ausgehend von Jesu Auftag "tut dies in Erinnerung an mich" (Luk 22,19 - viell mehr als nur "Wein" u "Brot" zu sich nehmen?):
"Der "tut-das" Teil ist unser Leben. Öffnen wir uns für das Mysterium der Auferstehung, offen für die Befreiung anderer, erlauben wir unseren Körpern gebrochen zu werden und unserem Blut vergossen zu werden, entdecken wir unsere Eucharistie. Hörend. Und gehend. Denn wenn wir das in Erinnerung an Ihn tun, wird die Welt nicht die Gleiche bleiben, wir werden niemals die Gleichen bleiben." (S 181, frei übersetzt)
Mit diesen Worten wünsch ich euch, meine lieben Leser, ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein spannendes "tut-das" im Jahr 2011!!
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