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Freitag, 26. Juni 2009

witzige aktion: Flashmob

http://vids.myspace.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&videoid=59548720

Gibt's nicht in Würzburg auch was, wo wir mal so ne witzige Aktion machen könnten? :-)

Mittwoch, 4. Juni 2008

der Fremde II...

Und wieder einmal bin ich mit zwei Mädels aus meiner WG spontan in eine sehr überraschende Situation gekommen.. wir sind heut abend an den Main gegangen - mit Kerze, Decke & Gitarre, und hatten ne total schöne Zeit mit Gott.
Mit paar sportlichen Übungen wollten wir den Abend eigentlich beenden, als ein junger Mann auf uns zu kam & meinte, er habe auf seinem Balkon ne Gitarre gehört und wollte mal gucken kommen. Nach einigen Strophen von "knock, knock, knochin' on heaven's door" (was wir dann im wahrsten Sinne der Worte auch direkt taten) und einigen Erklärungen wo wir so herkommen und ob wir oft da sind, kamen wir auf seine Arbeit und unser Studium "christliche Psychologie".... und seine Reaktion war in etwa: "das ist ja.. also mir fehlen die Worte.. perfekt. nein, damit hab ich nicht gerechnet.."
Und dann kam in etwa folgendes Gespräch (Auszüge aus einem 2-stündigen Gespräch):

ER:Glaubt ihr da an Übernatürliches?
Wir: Ja.
ER: Und glaub ihr auch an Gott?
Wir: Ja.. und auch an Satan.
Er: Was?? Ihr glaub also an das Gleichgewicht?! Ich mache ja jetzt seit 6 Wochen Joga...
Wir: Nein, wir glauben nicht an das Gleichgewicht.
Er: Aha, also habt ihr's nicht so mit Buddhismus. Ja, und betet ihr dann auch?
Wir: Ja.
Er: Ja, ich bete auch so einmal die Woche. Und eine Kinderbibel hab ich mir jetzt auch gekauft. Weil wisst ihr, ich bin vor einiger Zeit mal nach Südamerika gereist, weil hier in Deutschland haben wir ja alles, und ich kannte Gott theoretisch. Und dort hat mir dann die Hausmutter wo ich gewohnt habe gesagt, dass wichtigste in ihrem Leben ist, dass sie mit Gott reden kann. Und da hab ich das erste Mal gemerkt, dass man Gott ja auch erleben kann.
Wir: Ja cool!!
Er: Ja, jetzt hab ich aber ganz schön viel geredet und euch von mir gezeigt. Jetzt müsst ihr auch mal was dazu sagen! Weil das hab ich echt noch nie erlebt. Ich habe viele Freunde, aber nur einen Kumpel mit dem ich darüber reden kann.. also so über Gott und solche Fragen. Mit dem hab ich auch echt die tiefste Freundschaft.
Wir: Mh...
Er: Was war denn euer intensivstes Erlebnis mit Gott?
Ich: Die Zeit als mein Blinddarm schon 7 Tage geplatzt war und ich lange im Krankenhaus war und nichts machen konnte.. und Gott war da und hat mich einfach nur getragen und lieb gehabt.
Er: Oh, wow. So ein deutliches Erlebniss würde ich auch gern haben mit Gott. Ich meine dann wäre ich mir sicher, dass es ihn wirklich gibt. So kann alles auch Zufall oder Glück sein. Und ihr zwei?
Die anderen Mädels: ... (lasse ich weg)
Er: Ja, aber jetzt hab ich nochmal eine ganz wichtige Frage. Also eigentlich müsste ich da jede von euch einzeln Fragen, weil die ist SEHR persönlich...
Ich: (innerlich: oh man.... *schonmal alle Argumente im Kopf sortiert was ich zu Sexualität denke*)
Er: Wirklich, ihr müsst euch die Ohren zuhalten, und dann Frage ich euch einzeln. Also: Was ist für dich der Sinn des Lebens?
Ich: (ach du Schreck... schneller Wechsel der Gehirnareale...)... hm... liebend zu leben - also Gott zu lieben, mich selber zu lieben, meinen Nächsten immer mehr zu lieben und Gottes Schöpfung zu lieben.
Die anderen Mädels: ... (lasse ich weg)
Er: Ja, krass. Wisst ihr, die Frage habe ich noch nie jemandem gestellt.
Ein WG-mädel: Was hälst du davon, wenn wir einfach noch für dich beten?
Er: Wie beten? Hier?
Wir: Ja, einfach so wie als wenn wir mit einem guten Freund reden.
Er: Aha, aber leise?
Wir: Ja, kann man leise machen oder laut. Das ist nicht so wichtig. Wir beten meistens laut.
Er: Ok. Aber ich will für euch auch beten. Aber leise.
Wir: Na klar, wie du magst.
*Gebet.. wir laut. Er auch.*

Er: Ich hab noch nie laut gebetet! Das war das erste Mal das ich mit anderen gebetet habe. Der Abend ist eine einzige Überraschung. Eine gute Überraschung. Toll das ich euch kennengelernt habe. Sagt mir Bescheid, wenn ihr wieder hier seid, ja??
Wir: Ja, machen wir! Bis zur nächsten überraschenden Begegnung...

Sonntag, 1. Juni 2008

Frauen@Emergent in Marburg


Zwei bewegende Tage.. in denen wir sechs uns näher kennenlernen konnten, lustige Verbindungen ("du bist.. ? dann sitze ich ja nächste Woche bei dir im Wohnzimmer..." ) feststellten, jeder erzählt hat, was ihn im Moment so bewegt, wie er Gemeinde erlebt und lebt, was er theologisch zu der Frage "Frauen" schon gehört habt und was ihn dazu bewegt. Kaffee trinken + als Mittagessen Gemüsesticks (hast du toll ausgehalten, Gofi!..) essen und viele viele viele Fragen stellen, durfte nicht fehlen...
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Wie ist die Rolle "Frau" in den vergangenen Jahrhunderten geprägt worden? Wie ihre Position und Aufgaben in der Familie? Was hat das für Auswirkungen in der Gemeinde (Gemeinschaft)? Wird die Frau als "Nicht-Mann" behandelt und/ oder dabei gibt es nicht "DIE" Frau, sondern Weiblichkeit als Geschlecht ("Rahmen") mit sehr kreativen + individuellen Formen.. Wie kann Raum geöffnet werden, um als Mann und Frau Verantwortung für Familie + Geschlecht im Miteinander zu leben?
Wo und wie hemmen da Maßstäbe, Prägungen und Angst vor Fehlern?
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Stini hat uns dabei mit Literatur eingedeckt.. aus dem Buch "Priska, Junia & Co" von Ulrich Wendel haben wir exemplarisch mal ein Kapitel gelesen und waren überrascht von der Fülle an neuen Gedanken + den Situatioen der Frauen in den ersten Gemeinden. Loht sich sehr, da weiterzuforschen und -denken.
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Andere Fragen sind noch: Wie ist die unterschiedliche Sicht dabei von Familien und Singles? Welchen Einfluss kann das Konzept von Mehrgenerationenhäusern auf diese Fragen haben?
Uns ist wichtig, bewusst zu machen, dass durch die momentane Situation (in vielen Gemeinden und Gemeinschaften) etwas von Gottes geschaffener und gewollter Vielfalt und Ergänzung verloren geht, wenn Frauen nicht dabei sind in Leitung + Organisation.
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Wir wollen gern Frauen + Männer in unserem Umfeld ermutigen, mitzudenken + praktisch auszuprobieren. Über das Emergent-Deutschland-Forum in Kontakt zu bleiben und Fragen + Ideen weiter zu bewegen, im November auf dem Emergent_Forum mit mehr Frauen vertreten zu sein und da Workshops + Inputs zu machen.

Donnerstag, 1. Mai 2008

40 Tage später

"Da kehrten sie nach Jerusalem zurück von dem Berg, der heißt Ölberg [...] Und als sie hineinkamen, stiegen sie hinauf in das Obergemach des Hauses, wo sie sich aufzuhalten pflegten [...] Diese alle waren stets beieinander einmütig im Gebet samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern." (Apg. 1,12-14)

Gedanken....
> sie kehren "zurück".. in ihre Stadt - Hektik? Lärm? Gefühl von Allein-gelassen-sein da der Hirte jetzt (für immer) weg ist? Geduld haben müssen und warten, wie lange?

> "Obergemach" des Hauses... anscheinend ein vertrauter, sicherer Ort. Wie viele Stunden waren sie da wohl mit ihrem Freund Jesus? An was werden sie sich jetzt wohl erinnert haben? Gemeinsames Essen? Seine Worte? Seine Augen? Oder das Jesus ihnen die Füße gewaschen hat? Aufgrund der Hitze vielleicht auch an den Nachmittag vor 43 Tagen?

>"beieinander einmütig im Gebet samt den Frauen"... Gemeinschaft. Einheit. Gleichberechtigung. wow....... ein hohes, aber inspirierendes + ermutigendes Vorbild?!

Mittwoch, 2. April 2008

Evangelium - Kultur

Bei einer Tasse Kaffee haben mich heute einige Fragen aus dem Buch "Zeitgeist" beschäftigt. Dr. Thomas Weissenborn beschreibt da die alltägliche Situation, dass bei dem Miteinander von Evangelium und Kultur immer wieder die Kultur die Oberhand gewinnt... Die Herausforderung ist dabei, keine Kultur zum Ursprung und Ausgangspunkt des Evangeliums werden zu lassen. Loyalität einzig und allein dem Evangelium gegenüber zu leben und dadurch kulturbildend zu sein. "So wie Jesus Mensch wurde und trotzdem Gott blieb".
Wie sieht das praktisch aus? Wieviel Zeit verbringe ich damit, die Bibel zu lesen + mich mit anderen dazu auseinanderzusetzen? Bin ich so sehr von dem wie Jesus gelebt hat geprägt, dass dadurch meine Kultur umgeformt wird? Denke ich nicht viel öfter von der Kultur aus, was ich da umlenken/ verändern könnte?
Weissenborn bezeichnet Paulus seinen Umgang mit der Kultur als "missionarische Freiheit" - er war den Juden ein Jude und den Griechen ein Grieche, d.h. er lebte eine Freiheit, bei dem es ihm nicht um eine Erhaltung der Kultur ging, dennoch war er gleichzeitig bereit, diese Freiheit einzuschränken, um Anderen nicht zum Anstoß zu werden - also aus LIEBE.

Abschließend ein letztes Zitat: "Wer das Evangelium an eine Kultur bindet, verliert es."